Umwelt schützen im Alltag – Reste-Essen statt Reste entsorgen

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Reste-Essen bedeutet, unsere Nahrungsmittel wertzuschätzen.

Kartoffeln, Nudeln, Knödel -  Fleisch, Fisch, Gemüse. Wer neigt nicht dazu, beim Kochen die Mengen so zu bemessen, dass möglichst nichts ausgeht, alles in ausreichender Menge zur Verfügung steht?

Die Kehrseite eines solchen Anspruches sind Essensreste, die in der Küche  oder in den Schüsseln und Töpfen verblieben sind, und dem Koch bzw. der Köchin die Entscheidung abverlangen, wie es nun weitergeht – Keller, Kühlschrank oder gleich in die Biotonne. „Viel zu oft“, so die Überzeugung von Abfallberater Wolfgang Aull, „landen erstklassige Nahrungsmittel in der Biotonne“.

Die Überzeugung basiert auf einem handfesten Hintergrund: im Schnitt 80 kg Lebensmittel wirft jeder Bundesbürger nach Auskunft des Umweltbundesamtes Jahr für Jahr fort. Wenn überlagerte, verdorbene oder verschimmelte Lebensmittel entsorgt werden, dann ist das soweit in Ordnung; doch wenn die Ware noch einwandfrei ist, dann kann es durchaus eine Überlegung wert sein, wie man mit ihr umgeht, wie es gelingen möge, ein weiteres köstliches Mahl zu kreieren.

Bratpfanne und Auflaufform sind hierbei besonders gefragt. Wer kommt nicht ins Schwärmen bei dem Duft aus der Küche, wenn dort Bratkartoffeln goldbraun bruzzeln, womöglich aufgewärmtes Sauerkraut oder Rotkraut seinen Teil dazu beiträgt, und wer ist nicht gerne dabei, wenn beispielsweise ein mit Bergkäse überbackender Nudelauflauf  auf den Tisch kommt?

„230 €“, so hat das Umweltbundesamt ermittelt, „gibt jeder Bundesbürger im Durchschnitt pro Jahr aus für Lebensmittel, die er entsorgt“. Das ergibt bei einem Vier-Personen-Haushalt einen fast vierstelligen Betrag. Doch es ist nicht der finanzielle Aspekt allein, der zum Handeln anregen sollte, es stellen sich bei unserem Umgang mit Nahrungsmitteln grundsätzliche Fragen der Ethik, die jeder für sich bedenken kann:
wäre es nicht zielführend, unserem Überfluss an Nahrungsmitteln durch eine bessere Verteilung zu begegnen? Können wir nicht durch das Resteessen dazu beitragen, dass dem Raubbau in unseren Meeren, der Massentierhaltung und dem Einsatz von Chemie auf unseren Feldern gegengesteuert wird? Wäre es nicht sinnvoll, weniger Nahrungsmittel zu kaufen, jedoch in so hochwertiger Qualität, dass alle an der Herstellung beteiligten Produzenten und Handelspartner eine gerechte Entlohnung erfahren können?
„Unser heutiges Handeln muss den Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft Rechnung tragen und darf nicht das Wohlergehen künftiger Generationen gefährden. Dieses Grundprinzip der nachhaltigen Entwicklung zielt auf eine zukunftsfähige Lebensweise ab, öffnet den Blick für Zusammenhänge und macht auf die Begrenztheit und Schutzwürdigkeit unserer Lebensgrundlagen aufmerksam“, so die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf  in der vom UBIZ erstellten Broschüre „Feiern mit Zukunft“.

Es ist ein kleiner, aber sicher nicht unwesentlicher Beitrag, wenn man es sich zur Gewohnheit macht, Reste zu essen – statt sie zu entsorgen. Für Rückfragen steht die Abfallberatung gerne zur Verfügung: 09521 27-712

Weitere interessante Informationen finden Sie auf der Seite www.zugutfuerdietonne.de


 

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